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konzept

institut für queer theory

Das „Institut für Queer Theory“ ist eine Einrichtung der Forschung, der Theoriebildung sowie des internationalen wissenschaftlichen Austauschs. Es widmet sich der Geschlechter- und Sexualitäten-forschung sowie ihrer Vermittlung in Öffentlichkeit und Praxis. Anliegen des Instituts ist es, sowohl die normativ zweigeschlechtliche Gesellschaftsordnung als auch die Dominanz der Heterosexualität kritisch zu reflektieren. Perspektivisch geht es darum, hierarchische und normalisierende Formen der Organisation von Geschlecht und Sexualität abzubauen. Auch bezüglich anderer gesellschaftlicher Felder sollen Differenzen gestärkt und ent-hierarchisierende, de-normalisierende Formen ihrer kulturellen Repräsentation und politischen Partizipation unterstützt werden.

kontext

Queer Theory ist ein junges Theorie- und Forschungsfeld, das sich mit den kulturellen Vorstellungen, sozialen Praxen und gesellschaftlichen Institutionalisierungsformen von Geschlecht und Sexualität befasst. Geschlecht und Sexualität gelten hierbei weder als naturgegeben noch als anthropologische Konstanten. Vielmehr wird die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, wie sie durch historisch und kulturell spezifische Machtverhältnisse hervorgebracht werden – und zugleich ihrerseits Subjektivität und Gesellschaft organisieren. Kritisch wird gefragt, wie Geschlecht und Sexualität so miteinander verbunden sind, dass Hetero-sexualität und Zweigeschlechtlichkeit als Norm gelten. Im Zusammenspiel mit weiteren Kategorien sozialer Unterscheidung formen sie gesellschaftliche Macht- und Herrschaftsverhältnisse und sichern diese ab. Deren queere Analyse zielt darauf, gesellschaftspolitische Transformationsmöglichkeiten auszuloten und zu unterstützen.

ziel

Das „Institut für Queer Theory“ arbeitet darauf hin, Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität zu denaturalisieren und deren Dominanz abzubauen. Im Sinne der Queer Theory geht es jedoch weitergehend auch darum, Mechanismen der Normierung und der Hierarchiebildung in allen sozialen und kulturellen Feldern anzufechten. Ziel ist es, Formen der Anerkennung von Differenz zu ent-wickeln, ohne Unterschiede kategorial festzuschreiben oder Normen zu bestätigen, deren Akzeptanz auf Macht- und  Herrschaftsrelationen beruht. Im engeren Sinne tritt das „Institut für Queer Theory“ also für eine Heterogenität geschlechtlicher und sexueller Existenzweisen ein; im weiteren Sinne verfolgt es die gesellschaftspolitische Perspektive eines divergenten und kontroversen Pluralismus.

arbeitsweise

Das Institut ist nicht nur transdisziplinär ausgerichtet, sondern verknüpft auch wissenschaftliche mit kulturellen und politischen Herangehensweisen. Kontakte zu AkteurInnen der entsprechenden Praxisfelder charakterisieren die Arbeitsweise des Instituts. In gemeinsamen Projekten sollen die unterschiedlichen Formen der Wissensproduktion, der Repräsentation und Vermittlung sowie der Kommunikation und Auseinandersetzung, die in diesen Feldern gepflegt werden, produktiv werden. Forschung und Theoriebildung beziehen sich maßgeblich auf Praxen des Queering, die sowohl sub/kulturell und bewegungspolitisch als auch wissenschaftlich zum Einsatz kommen. Sie werden im Rahmen des Instituts fortentwickelt und bezüglich gesellschaftspolitischer Veränderungspotenziale kritisch reflektiert. Neben queerer Wissens- und Erkenntnisproduktion, Diskursbildung und Dekonstruktion, Wissenschafts- und Herrschaftskritik geht es darum, Formen der Vermittlung und der öffentlichen Artikulation zu entwickeln.

form

Das „Institut für Queer Theory“ hat zwei lokale Büros in Hamburg und Berlin, von denen aus die Koordination der Projekte und Aktivitäten erfolgt. Diese Projekte der Forschung, Theoriebildung und Vermittlung, des Austausches, der Nachwuchsförderung und der Öffentlichkeitsarbeit beruhen auf überregionaler Kooperation und internationaler Vernetzung. In diesem Sinne bietet das „Institut für Queer Theory“ einerseits eigene Veranstaltungen an, organisiert andererseits gemeinsame Projekte mit externen PartnerInnen bzw. Organisationen und steht seinerseits als KooperationspartnerIn zur Verfügung.

formate der aktivitäten

• Forschungsprojekte

• Arbeitsgruppen

• Symposien, Tagungen, Konferenzen

• Seminare und Workshops

• Vorträge und öffentliche Veranstaltungen

• Ausstellungen

• Publikationen

arbeitsfelder

leitung

beirat